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24.01.2011, 11:22 Uhr
Evangelischer Arbeitskreis der CDU wählte neuen Landesvorstand Scharf: Christlich-abendländische Traditionen gewahrt
Jürgen Scharf heißt der alte und neue Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Sachsen-Anhalt. Scharf, der zugleich CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Sachsen-Anhalt ist, wurde auf der Mitgliedervollversammlung des EAK auf Schloss Wendgräben bei Magdeburg für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Als seine Stellvertreter wurden Prof. Dr. Wolfgang Merbach (Meuschau) und Jürgen Gerlach (Falkenstein/Harz) gewählt. Als Schriftführer wurde Holm Dietze, als Beisitzer Frank P. Dietrich, Dr. Uwe Heuck, Karsten Knolle, Karl-Martin Kuntze, Pfr. Bernhard Ritter, Jonathan Rumpold, Alexander Hannemann und Wolfgang Löw gewählt.
In seinem Rechenschaftsbericht betonte Scharf die Bedeutung des EAK Sachsen-Anhalt als Forum für ethische und lebensweltliche Fragestellungen in der CDU und als Dialogpartner für evangelische Kirchen und Freikirchen. Er erinnerte an die Debatte über eine Novelle des Feiertagsgesetzes, die immer wieder mit recht vordergründigen Argumenten einer angeblich größeren Freiheit, die die Bürger wünschten, aufflackert. Feiertage sind das Tafelsilber einer Gesellschaft, erinnerte Scharf, das nicht leichtfertig versetzt werden dürfe. „Eine Gesellschaft, die sich eines in der Tradition herausgebildeten Jahreskreises nicht mehr bewusst sein will, wird auch Schwierigkeiten haben, einen Weg in eine lebenswerte Zukunft zu finden.", bilanzierte der EAK-Landesvorsitzende das Engagement des EAK. 
 
Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung hatten sich u.a. Vertreter des EAK Sachsen-Anhalt am Wochenende auf Schloss Wendgräben in einer Tagung unter dem Titel "Mission und Toleranz" mit christlichen Werten in der Politik beschäftigt.
 
Zum Hintergrund
 
Dem EAK gehören die evangelischen Mitglieder von CDU und CSU an. Sein Ziel ist es, protestantisches Denken und protestantische Überzeugungen in die Unionsparteien einzubringen und evangelische Christen zum politischen Engagement zu ermutigen. Der EAK Sachsen-Anhalt stellt die Frage, was christlicher Glaube für die Politik heute bedeutet. In Vorträgen und Seminaren trägt er zur Selbstfindung und Bestimmung von CDU-Politik bei. Er ist anerkannter Gesprächspartner der Kirchen und versucht, durch publizistische Arbeit öffentlich zu wirken. (Weitere Informationen unter: www.eak-sachsenanhalt.de)