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25.01.2012, 11:16 Uhr
Staatsleistungen an die Kirche nicht abschaffen Landesbischöfin Junkermann im Dialog mit Evangelischem Arbeitskreis
Am vergangenen Freitag hatte Landesbischöfin Ilse Junkermann die Landesvorstände der Evangelischen Arbeitskreise (EAK) der CDU aus Sachsen-Anhalt und Thüringen zum Gespräch nach Erfurt eingeladen. Schwerpunkt waren auf Grund der aktuellen öffentlichen Debatte die Staatsleistungen an die Kirche. Frau Junkermann bezeichnete die Kirchen als unverzichtbaren gesellschaftlichen Akteur. „Das Wirken der Kirchen ist aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Die jetzige Debatte um die Staatsleitungen ist daher nicht hilfreich“, so Frau Junkermann.
Diese Einschätzung wurde von den Gesprächspartnern geteilt. „Wir weisen alle Ver-suche zurück die Staatsleistungen an die Kirchen in Frage zu stellen“, erklärte der Prof. Dr. Jens Goebel, Vorsitzender des EAK Thüringen. Die von den LINKEN betriebene Debatte um die Staatsleistungen beschädige die Kirche. Jürgen Scharf, Vorsitzender des Sachsen-Anhaltinischen EAK sagte: „Die Kirchen erhalten kein Almosen vom Staat, sondern die Geldleistungen beruhen auf Staatskirchenverträgen.“ Die Evangelischen Arbeitskreise beider Länder sicherten der EKM Unterstützung zu. Als erstes sichtbares Zeichen befasste sich der Thüringer Landtag gestern auf Antrag der CDU-Fraktion in einer Aktuellen Stunde mit diesem Thema.