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13.04.2015, 21:53 Uhr
Evangelischer Arbeitskreis der CDU wählte neuen Landesvorstand
Scharf: Ethische Meinungsbildung als Daueraufgabe

v.r.n.l. Florian Zobel, Karl-Martin Kuntze, Prof. Dr. Wolfgang Merbach, Dr. Uwe Heuck, Jürgen Scharf, Paul Lindau, Heike Wießner, StS Anne-Marie Keding, Pfarrer i.R. Bernhard Ritter
Jürgen Scharf MdL heißt der alte und neue Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Sachsen-Anhalt. Scharf wurde auf der Mitgliedervollversammlung des EAK am 12. April 2015 in Magdeburg für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Als seine Stellvertreter wurden Prof. Dr. Wolfgang Merbach (Meuschau) und Florian Zobel (Sylda)  gewählt. Als Schriftführer wurde Dr. Uwe Heuck (Wernigerode), als Beisitzer Frank P. Dietrich (Magdeburg), StS. Anne-Marie Keding (Magdeburg), Karsten Knolle MdEP a.D. (Quedlinburg), Karl-Martin Kuntze MdL a.D. (Colbitz), Paul Lindau (Zerbst), Pfarrer i.R. Bernhard Ritter MdL a.D. (Bennungen), Christina Schneppe (Wallhausen), Heike Wießner (Halle) und Florian Zobel (Sylda) gewählt. 

Für eine Wiederwahl in den EAK-Bundesvorstand wurde Prof. Dr. Merbach vorgeschlagen. 

In seinem Rechenschaftsbericht betonte Scharf die Bedeutung des EAK Sachsen-Anhalt als Forum für ethische und lebensweltliche Fragestellungen in der CDU und als Dialogpartner für evangelische Kirchen und Freikirchen. Es finden regelmäßige Gespräche mit  der Landesbischöfin der EKM Junkermann, dem Kirchenpräsidenten der Ev. Landeskirche Anhalts Liebig und Vertretern der Evangelisch Lutherischen Kirche Braunschweigs statt. So hatte der EAK dezidiert zur initiierten Debatte zu den Staatskirchenverträgen Stellung genommen und diese verteidigt. Die Stellungnahme des EAK zur EKD-Schrift „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit – Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“ erfuhr eine bundesweite Aufmerksamkeit und beeinflusste die öffentliche Meinungsbildung. Der EAK äußert sich regelmäßig in der Debatte um ein „Sterben in Würde“. Der EAK lieferte zum Entwurf des Grundsatzprogramms der CDU Sachsen-Anhalt eine Zuarbeit für den Grundsatzteil, die weitgehend übernommen wurde. Er wird auch Beiträge zur gegenwärtig laufenden Diskussion des Zukunftsprogrammes beisteuern. Der EAK hat sich wiederholt zur Willkommenskultur in Sachsen-Anhalt geäußert und dabei auf den Zusammenhang von Integrationswilligkeit und Aufnahmewilligkeit hingewiesen. Weitere Themen regelmäßiger Beratungen waren und sind z.B. die Schulpolitik im Land und die Reformationsdekade in Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017. 

Prof. Merbach berichtete über seine Arbeit im Bundesarbeitskreis des EAK, die er durch Beiträge zur Familienpolitik, zur Sterbebegleitung und zur Umweltpolitik mit prägen konnte.